Heute möchten wir uns mal etwas enspannterem widmen als sonst – Videospielen! Am heutigen Tage ist der offizielle Verkaufsstart von Valves neuer Gamingplattform rund um ihren Steamclient.

Der Steam Controller

Der neue Controller von Valve ist wohl die auffälligste, aber auch die am meisten polarisierende Neuerscheinung. Die Besonderheit besteht in den beiden Touchpads, welche es ermöglichen, auch eher Maus-lastige Spiele mit dem Gamepad zu steuern. Das rechte Touchpad kann einen Mauszeiger in Strategiespielen steuern oder dazu dienen, in Egoshootern zu zielen. Das linke Pad hat ein angedeutetes Steuerkreuz und ersetzt so auch klassische digitale Steuerkreuze von anderen Controllern. Außerdem befinden sich auf der Rück- bzw. Unterseite des Controllers rechts und links jeweils ein Knopf, die mit Ring- oder Mittelfinger bedient werden. Garniert wird das Konzept mit einem Analogstick, 6 normalen Buttons (plus einem für das Aufrufen von Steam selbst) sowie vier Schultertasten (je Seite einer digital und einer analog). Leider können wir die Controller (noch) nicht anbieten, denn sie sind derzeit nur von Valve selbst erhältlich.

steam_controller

Copyright: Valve Corporation, Bild: ifdata

Die Steam Machines

Nun, im Kern sind die Steam Machines nichts besonderes – es sind halt Computer! Da Steam Machines von unterschiedlichen Hersteller gefertigt werden, kann man sie nicht über einen Kamm scheren, aber die meisten werden ein wohnzimmertaugliches Aussehen aufweisen, manche flach, manche schmal und hoch, ähnlich wie Konsolen. Denn der schmale Grat zwischen Konsole und PC ist die Nische der Steam Machines. Der Komfort der Konsolen soll mit den Stärken herkömmlicher Rechner verbunden werden: Erweiterbarkeit (und natürlich leichtere Reparaturen), bessere Performance und auch schönere Grafik. Passend dazu entwickelt Valve sogar ein eigenes Betriebssystem: SteamOS.

SteamOS

Dieses Betriebssystem ist eine Linuxdistribution und basiert auf Debian. Dabei optimiert Valve auf genau die Dinge, die Spielern wichtig sind: Performance und Latenz. Zur Zeit (Stand: November 2015) gibt es schon über 1600 Spiele für diese Plattform, natürlich sind viele davon kleine Indie-Titel, aber auch hochwertige AAA-Games werden veröffentlicht. Übrigens sind Spiele für den PC in der Regel etwas günstiger als für Konsolen, meistens um die 10 Euro Unterschied. Außerdem gibt es regelmäßige Rabattaktionen. Dadurch fallen die höheren Kosten für einen PC gegenüber einer Konsole kaum ins Gewicht. Spiele können auch von Windowsrechner zu SteamOS gestreamt werden, extra für diesen Zweck gibt es auch eine Box namens Steam Link.

steam

Copyright: Valve Corporation, Bild: ifdata

SteamOS ist übrigens gratis! Grafikkarten von Nvidia sollten bevorzugt werden. AMDs Treiber sind zur Zeit nicht richtig konkurrenzfähig unter SteamOS (oder Linux im Allgemeinen), auch viele Spiele sind besser für Nvidia optimiert.

Fazit

Kann eine Steam Machine gegen die Konkurrenten Playstation und XBox bestehen? Ein ganz klares Jein. Finanziell ist es wohl eine klare Pattsituation. Eine Steam Machine ist teurer als die (subventionierten) Konsolen, aber die Spiele sind preiswerter und es ist keine kostenpflichtige Mitgliedschaft für Onlinespiele notwendig.

Der Controller ist wahrscheinlich Geschmackssache – aber interessant ist er auf jeden Fall. Gegen Spieler mit Maus und Tastatur wird man aber wohl keine Chance im Onlinegaming haben – das muss man realistisch sehen – gegen Spieler mit normalen Controllern könnte man nach einer Eingewöhnungsphase aber sicher die Nase vor haben. Außerdem ist das Spektrum der Spiele deutlich breiter als auf den üblichen Konsolen.

Haben Sie Interesse an einem leistungsfähigen Gaming-PC? Wir beraten Sie natürlich gerne!