Ein etwas leidiges Thema, Backups. Natürlich, es ist aufwändig, macht keinen Spaß und kann einfach nerven. Aber in Zeiten, in denen praktisch jeden Monat ein neuer Verschlüsselungstrojaner auftaucht, sollte man sich darüber tatsächlich mal Gedanken machen. Diese „fiesen Biester“ verschlüsseln Ihre Dateien und erpressen Sie, relativ hohe Summen zu zahlen, um die Dateien wieder zu entschlüsseln. Ob Sie aber tatsächlich wieder an Ihre Daten kommen, kann niemand garantieren. Abgesehen davon, dass Verbrecher so natürlich motiviert sind, weiterzumachen.

Aber nicht nur Viren und Trojaner sind eine Gefahr. Jegliche Speichermedien, egal ob Festplatten, DVDs, Blurays, USB-Sticks, alle können kaputtgehen und werden das irgendwann auch, es ist nur die Frage, wann. Mobile Geräte können gestohlen werden oder verloren gehen. Deswegen sollten Sie, wenn Sie wichtige Daten haben, nicht warten bis es zu spät ist. Es gibt unterschiedliche Mittel und Wege für eine Backupstrategie, die sich nach Bedürfnissen unterscheiden.

  • CD/DVD/Bluray. Für kleine bis mittelgroße Datenansammlungen, die sich selten oder gar nicht ändern. Vorteil: günstig. Nachteil: optische Medien halten nicht ewig, müssten also einigermaßen regelmäßig neu kopiert werden.
  • Externe Festplatten. Auch für große Datenmengen geeignet. Vorteile: Einfach handzuhaben. Leichter Zugriff auf Ihre Daten. Wenn die Festplatte abgeschaltet oder abgezogen wird, ist sie auch vor Verschlüsselungstrojanern sicher.
  • NAS-Systeme, also über das Netzwerk erreichbare Festplatten. Vorteile: Wenn gewünscht, können alle Ihre Geräte auf ein NAS zugreifen. Nachteil: verleitet dazu, das NAS als Netzwerkspeicher dauerhaft erreichbar zu haben – das ist nicht sicher gegenüber Verschlüsselungstrojanern! Optimal ist es, nur über ein FTP-Programm auf das NAS zuzugreifen, um die Backups zu machen.

Kurz zusammengefasst, für jeden gibt es eine vernünftige Backuplösung. Egal, ob es Urlaubsbilder oder Ihre Doktorarbeit betrifft, verloren gegangene Daten sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn irgendwann ärgert man sich nur darüber.